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Jürgen Vogel
Am 19.06.2016 von
Jürgen Vogel

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Keine Einigkeit in Kavernenbeirat bei Thema Endverwahrung


Die Kavernenbeiratssitzung am 17.06.2016 endete wie zu erwarten. Herr Dr.Wolfgang Minkley, beauftragt von der IVG, ist der Meinung, dass die Etzeler Kavernen durch Auffüllung mit Sole sicher endverwahrt werden können, ohne dass weitere signifikante Bodenabsenkungen eintreten. Herr Dr. Ralf Krupp, beauftragt von der BI Lebensqualität, widerspricht dieser Meinung und sagt, dass nach der Auffüllung mit Sole die Kavernen sich weiter schließen und die Bodenabsenkungen bis zum vollständigen Verschwinden der Kavernenhohlräume weiter gehen. Beide führen Modellrechnungen an, beide können auf Beispiele verweisen. Echte Langzeitversuche gibt es merkwürdigerweise nicht.
Was soll man nun als richtig erachten? Von den Bürgern kann wohl keiner einen der Kontrahenten widerlegen – auch kein Ingenieur, denn unterschiedliche Denkschulen lassen keine Widerlegung zu.
Also muss man wohl in die vergangenen sechs Jahre schauen und sich vergegenwärtigen, was alles so an Behauptungen vom LBEG und der IVG aufgestellt wurde – und später sich als kaum zutreffend herausstellte. Nur drei Beispiele: 1. Noch 2010 wurde im Rahmen der Anhörung in Horsten bezüglich des Baues des Eo.n Gasverdichters seitens des LBEG (Herr von der Eichen) behauptet, Bodenabsenkungen würde es in Horsten nicht geben (vgl. Wortprotokoll). 2. Bisher wurde behauptet, die zur Endverwahrung in eine Kaverne eingefüllte Sole würde nicht in die Kavernenwände eindringen (diffundieren), jetzt wird eine Diffusion ganz beiläufig erwähnt – natürlich nur in vernachlässigbarem Ausmaß. 3. Während der vorangegangenen Kavernenbeiratssitzung (Thema Bodenabsenkungen) wurde seitens des Vortragenden ständig über einen Senkungstrichter gesprochen und eine Berechnung der Steilheit der Trichterwand bis zum Trichtermittelpunkt vorgestellt. In der Sitzung am 17.06.2016 wurde auf meinen schlichten Einwand hin mir beigepflichtet, dass es keinen Trichter sondern einen Senkungstrog (Badewanne) geben werde. Wie vom oberen Trogrand eine gleichmäßige Senkung bis zu einem Mittelpunkt errechnet (oder auch nur angenommen) werden kann erschließt sich mir nicht.
Auch die Frage, wer denn nun nach Abschluss der Maßnahmen zur Endverwahrung für die weiteren Kosten der Geländeerhaltung (Ewigkeitskosten) aufkommt wurde nicht eindeutig beantwortet. Der Hinweis auf Rückstellungen trifft hierfür nicht zu, denn diese sind für den Rückbau der Kavernen, Feldleitungen u. ä. vorgesehen.
Nach solchen Erfahrungen ist man eher geneigt die Aussagen des LBEG und der IVG (Caverns) und ihrer Beauftragten mit äußerster Vorsicht zu behandeln.
Was kann man tun? Was soll der Gemeinderat tun? Der Etzeler Ortsvorsteher hat da einen bedenkenswerten Vorschlag gemacht (über den man in der vorangegangenen Sitzung die Augenbrauen hochzog und schmunzelte, als ich ihn als MINIMAX-Regel der Führungslehre vorbrachte): Sind keine eindeutigen Daten/Fakten vorhanden sollten (Richtungs)Entscheidungen auf Grundlage eines Mittelwertes gefällt werden. Das bedeutet auch, dass in der noch zu fertigenden Auswirkungsanalyse beide Senkungsprognosen betrachtet werden müssen. Ob das wohl geschehen wird? Man darf gespannt sein.




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